Fotos von über 1000 Pilz-Arten in der Galerie! Pilzberatung online!

Herzlich willkommen auf meiner Homepage

Diese Website richtet sich vor allem an fortgeschrittene   Pilzfreunde und Hobbymykologen  , aber auch

Anfänger und Speisepilzsammler werden hier fündig.Seit nunmehr 16 Jahren untersuche ich die Pilzflora

meiner Gegend und konnte bisher über 1470 Pilzarten dokumentieren. Einen großen Teil davon möchte

ich Ihnen in Wort und Bild vorstellen.

Alle Fotos sind von mir selbst gefertigt und stammen ausschließlich aus meiner Gegend.Die Gesamtgalerie

ist in 6 Bereiche aufgeteilt.Zur Navigation benutzen Sie bitte die obere Leiste.Bei reihig und ohne Untertitel 

angeordneten Fotos erscheint der Name durch Auflegen des Mauszeigers.Nach Anklicken werden die Bilder

vergrößert.Dies gilt auch für einzelne Fotos.

Und nun viel Spaß und(hoffentlich)so manche neue Erkenntnis.                        Ihr Pilzberater Dietmar Keil

Galerie 1:  BLÄTTERPILZE der Gattungen

Hygrophorus,Hygrocybe,Rickenella,Laccaria,Clitocybe,Tricholoma,Lepista,Calocybe,Leptoglossum,

Armillaria,Mycena,Marasmius,Marasmiellus,Entoloma,Rhodocybe,Pluteus,Amanita.         180 Fotos von 180 Pilzarten

Galerie 2:  BLÄTTERPILZE der Gattungen

Agaricus,Lepiota,Cystoderma,Cystolepiota,Leucoagaricus,Coprinus,Panaeolus,Psilocybe,Psathyrella,

Agrocybe,Pholiota,Pholiotina,Conocybe,Hyphoderma,Kuehneromyces,Stropharia,Tubaria,Crepidotus,

Inocybe,Hebeloma,Alnicola,Gymnopilus       170 Fotos von 170 Pilzarten

Galerie 3:  BLÄTTERPILZE und NICHTBLÄTTERPILZE der Gattungen

Dermocybe,Cortinarius,Galerina,Russula,Lactarius,Polyporus.       185 Fotos von 185 Pilzarten

Galerie 4:  NICHTBLÄTTERPILZE der Gattungen

Paxillus,Gomphidius,Boletales,Keulen-Korallen-Leistenpilze,corticoide Arten,Poreales,Lachnella,

Merismodes,Ruten-und Bovistartige,Scleroderma,Rhizopogon,Melanogaster.               208 Fotos von 207 Pilzarten

Galerie 5ASCOMYCETEN             149 Fotos von 149 Pilzarten

Galerie 6:  MYXOMYCETEN und PHYTOPARASITICA           158 Fotos von 157 Pilzarten

Pilzberatung online

Aufgrund meiner Erfahrungen aus unzähligen Pilzberatungen beantworte ich hier Fragen,die immer wieder auftreten.

Die Online-Pilzberatung ist kein Ersatz für die Begutachtung von Frischpilzen durch einen autorisierten Pilzberater.

Sie handeln auf eigene Verantwortung!

Der Perlpilz ist ein schmackhafter und sehr häufiger Speisepilz.

Beachtet man die Rötungen am Fruchtkörper,ist er mit etwas Übung leicht zu erkennen.

Der Graue Wulstling ist ebenfalls essbar.Man sollte ihn wegen Verwechslungsgefahr mit Pantherpilzen besser meiden.

Pantherpilz - stark giftig Pantherpilz - stark giftig

Der giftige Pantherpilz bevorzugt ähnliche Standorte wie der Graue Wulstling und wächst sogar mitten unter ihnen.Wer also nach der gerieften Manschette(Grauer Wulstling) und der ungerieften Manschette (Pantherpilz)schaut,handelt richtig.Man muss es aber bei jedem Exemplar tun!Da manche Menschen in dieser Beziehung etwas leichtfertig sind,kam es schon zu zahlreichen Vergiftungen.Deshalb haben wir beschlossen,den Grauen Wulstling als "kein Speisepilz" einzustufen.Sicherer ist der Perlpilz oder auch "Rötender Wulstling" genannt(s.o.).Beachtet man die Rötungen am Fruchtkörper,besonders an Schneckenfraßstellen,kann eigentlich nichts schiefgehen.Eine Verwechslung wäre in sehr jungem Zustand mit kleinen Fliegenpilzen möglich.Aber auch hier gibt es kleinen Trick.Den verrate ich später.

Porphyrbrauner Wulstling-ungenießbar Porphyrbrauner Wulstling-ungenießbar

Ach ja,dann gibt es noch den Porphyrbraunen Wulstling.Er wächst im Nadelwald und ist besonders auf sauren Böden häufig.Er sieht dem Grauen Wulstling,aber auch dem Pantherpilz sehr ähnlich.Letzteres wäre ja nicht schlimm,aber die Riefen oberhalb des Ringes würden ihn durchaus als Grauen Wulstling erscheinen lassen.Zum Glück ist der Porphyrwulstling kein starker Giftpilz.In der Literatur wird er meistens als ungenießbar bezeichnet.Es ist jedoch ein weiteres Argument dafür,den Grauen Wulstling besser zu meiden!

Es gibt dann noch einige mehr oder weniger ähnliche Arten,die aber seltener sind.Sie haben alle eins gemeinsam:sie röten nicht wie der Perlpilz.Mit etwas Übung erkennt man Perlpilze auf Anhieb.Vom gesamten Pilz geht ein ziegelrötlicher Schein aus.Anfangs sollte man besonders an Fraßstellen,Madengängen und unter der Huthaut nach rötlichen Verfärbungen suchen.

Champignons oder auch Egerlinge genannt sind begehrte Speisepilze.(Fotos in Gal2.)

Ein Champignon.Doch welcher? Ein Champignon.Doch welcher?

Kauft man sie im Supermarkt,kann ja nichts passieren.Doch wer sie selbst vor allem auf Wiesen und Weiden sammelt,sollte ein bißchen aufpassen.Um es gleich zu sagen:es gibt nicht den Champignon,sondern eine ganze Reihe verschiedener Arten,die sich zudem noch sehr ähnlich sehen können und daher sorgfältig bestimmt werden sollten.Ob die Pilze auf dem Foto essbar sind?Ist es nicht ganz einfach der Wiesenchampignon?

Nein! Es handelt sich hier um den giftigen Karbolegerling oder einfach Giftchampignon genannt.Schneidet man die Stielbasis an,verfärbt sich das Fleisch mehr oder weniger schnell gelb.Der Geruch des Pilzes ist auch nicht angenehm,sondern erinnert irgendwie an Chemie.Nach meinen Erfahrungen können beide Erkennungsmerkmale unter bestimmten Umständen auch schwach ausfallen!

Dünnfleischiger Anischampignon Dünnfleischiger Anischampignon

Der wohl häufigste Egerling ist der Anischampignon.Ein sehr guter Speisepilz.Er gilbt ebenfalls etwas an der Stieloberfläche.Das beste Merkmal ist der ausgeprägte Anisgeruch (na ja-oder irgendwie süßlich angenehm).Leider kann der Geruch bei durchnässten oder auch zu trockenen oder alten Pilzen fehlen.

Es muss auch gesagt werden,dass es mehrere Anischampignon-Arten gibt,was zusätzliche Verwirrung stiftet.Man sollte auch nicht viel davon essen,da diese Pilzart viel Cadmium anreichert und im Extremfall eine Schwermetallvergiftung die Folge sein kann.

Nur wenn alle Merkmale,vor allem der Geruch,deutlich ausgeprägt sind,sollte man einige junge Exemplare mitnehmen.Erfahrungsgemäß tun sich viele Pilzsucher schwer damit,die oft nur feinen Gerüche überhaupt wahrzunehmen.Auch bei Farbunterscheidungen tritt dieses Phänomen auf.Es ist eben alles eine Sache der Übung.Die Gerüche der Pilze sind eine wichtige Bestimmungshilfe!

Wiesenchampignon Wiesenchampignon

Da bleiben wir doch lieber bei unserem guten alten Wiesenchampignon.Der riecht angenehm pilzig und läuft beim Anschnitt der Stielbasis rosafarben an.Dadurch unterscheidet er sich deutlich vom Giftchampignon.Die Pilze auf dem Foto liefen allerdings nicht rosafarben an,sondern gar nicht( oder sogar ein ganz klein wenig gelblich??)Es hat dauernd geregnet,die Pilze nahmen entsprechend viel Wasser auf.Ob es wohl daran liegt?Hmm...

Ja,ich freue mich nicht gerade über Champignonbestimmungen abends an der Haustür.Mit meinem Mikroskop komme ich zwar auf jeden Fall zum Ziel.Doch das dauert seine Zeit und die Leute wollen ja sofort eine Auskunft.

Champignonsähnlicher Schirmpilz Champignonsähnlicher Schirmpilz

Schließlich,um die Verwirrung komplett zu machen,gibt es Pilze,die Champignons sehr ähneln,aber keine sind.Die hier gezeigte Art ist nur eine von vielen Möglichkeiten.Eine Verwechslung wäre in diesem Fall nicht tragisch.Außerdem würde man doch stutzig werden,wenn die Lamellen weiß sind bzw. erst im Alter rötlich werden.Es gibt aber auch welche,die richtig braune Lamellen bekommen und auch weiß aussehen.Vorsicht ist geboten,wenn der Stiel in einer Hülle steckt,denn dann könnte es sich um den tödlich giftigen Weißen Knollenblätterpilz oder eine nahestehende Art handeln.

Tja,also doch lieber Champignons aus dem Supermarkt?

Große Schirmpilzarten laden auch zum Essen ein-schmackhaft und vor allem ergiebig.

Es sind zwei Großschirmpilze,die als Speisepilze in Frage kommen.Der allgemein bekannte Parasol oder auch als Riesenschirmling genannt ist in Gal.2 abgebildet.Der soll hier nicht besprochen werden.Vielmehr wird der Safranschirmpilz oder auch Rötender Riesenschirmling zur Pilzberatung gebracht.Er wird nicht ganz so groß wie der Parasol und ist eine Art,die im Nadelwald wächst(meist unter Fichte).Manchmal wächst er auch auf Laubhumus oder direkt im Garten.Bei diesen Standorten ist etwas Vorsicht angebracht,weil es hierbei (angeblich) schon zu Vergiftungen gekommen ist.Das stellt die Mykologen vor ein Rätsel und lange Zeit glaubte man,dass eine zum Verwechseln ähnliche Art an solchen Standorten wachsen kann.Doch das ist nicht bewiesen,da die Angaben von "Vergiftungsopfern" oft sehr ungenau sind.Wenn Sie den Safranschirmpilz sammeln wollen,achten Sie bitte auf zwei Dinge:den Standort im Nadelwald und das deutliche Röten bei Ankratzen des Stiels und des gesamten Fruchtkörpers bei Verletztung oder beim Schneiden.Dann kennen Sie einen häufigen,ergiebigen und auch gut schmeckenden Speisepilz.Die folgende Galerie zeigt noch einige Fotos dieses Pilzes,der von Juli-Oktober wächst.

Der Anfänger sammelt meist nur Pilze mit Röhrenfutter.Doch auch hier sollte man einiges beachten.

Der Gallenröhrling z.B. ist sehr bitter und  der  Doppelgänger des Steinpilzes.Mit etwas Übung kann man ihn leicht erkennen:ein grünlicher Farbton des Stiels und im Alter rosa Futter.Im Zweifelsfall hilft eine kleine  Kostprobe... Der Gallenröhrling z.B. ist sehr bitter und der Doppelgänger des Steinpilzes.Mit etwas Übung kann man ihn leicht erkennen:ein grünlicher Farbton des Stiels und im Alter rosa Futter.Im Zweifelsfall hilft eine kleine Kostprobe...
Der Flockenstielige Hexenröhrling - zu unrecht verschmäht Der Flockenstielige Hexenröhrling - zu unrecht verschmäht

Anscheinend ist manchen Pilzsuchern dieser recht häufige und stattliche Bolet nicht ganz geheuer.Ist es die Farbenfreudigkeit des Pilzes oder das starke Blauen bei Anschnitt-man traut ihm nicht über den Weg.Dabei ist er ein vorzüglich schmeckender und sehr ergiebiger Speisepilz,der zudem kaum madig ist.Manche Pilzsucher bringen noch als Vorwand,man fürchte sich vor dem sehr ähnlich aussehenden und giftigen Satanspilz.Dazu muss gesagt werden:als Pilzsucher sollte man wissen bzw. sich erkundigen,ob in seiner Gegend überhaupt der Satanspilz vorkommen kann.Er benötigt nämlich Kalkboden.In Gegenden mit sauren Böden kann er nicht wachsen.Doch selbst auf Kalkböden ist er eine Rarität geworden bzw. ein Rote-Liste-Pilz.Wer dennoch Verwechslungen befürchtet,sollte auf sauren Böden lieber den Schönfuß-Röhrling fürchten.Unter Fichte und ab Höhenlagen von ca. 400 m ist er auch im Greizer Wald vereinzelt anzutreffen.

Der Satanspilz-giftig,benötigt basische Böden und ist auch dort selten geworden.Im Unterschied zu Hexenröhrlingen ist sein Hut kalkweiß bis olivgrau gefärbt.Foto:Repro Der Satanspilz-giftig,benötigt basische Böden und ist auch dort selten geworden.Im Unterschied zu Hexenröhrlingen ist sein Hut kalkweiß bis olivgrau gefärbt.Foto:Repro
Der Schönfußröhrling - giftig Der Schönfußröhrling - giftig

Wer sich auf sauren Böden -völlig zu Unrecht-vor dem Satanspilz fürchtet,sollte sich eher vor dem Schönfußröhrling in acht nehmen.Er kommt unter Fichte vor,ist wesentlich seltener als Hexenröhrlinge,blaut im Anschnitt nur sehr schwach oder gar nicht und hat ein gelbes Röhrenfutter.Sein Hut ist auch wesentlich heller,ja fast weiß,die Hutfarbe von Flockenstieligen Hexenröhrlingen erinnert eher an die von Maronenröhrlingen,also braun. Alles klar? Also:Flockenstieliger Hexenpilz hat braunen Hut,rotes Futter,rot behauchten Stiel.Schönfußröhrling hat hellen Hut,gelbes Futter,rot behauchten Stiel.Satanspilz-nur auf Kalk-hat weißen Hut,rotes Futter,rot behauchten Stiel.

 

Demnächst:Zur Unterscheidung der Stubbenpilze(Hallimasch & Co.) und weiterer Herbstpilze.